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Der offizielle DIACOVA Blog mit Beiträgen von allen DIACOVA Mitarbeitenden.

Netzwerken - Erfolgsfaktor für den Traumjob

Wenn Sie sich neu- oder umorientieren möchten oder müssen, sind die Dienste von virtuellen und persönlichen Netzwerken ein wichtiger Bestandteil für die Informationsbeschaffung sowie Selbstvermarktung. In unserem Beratungsalltag erlebe ich jedoch immer wieder, dass der Wert von Netzwerken für die Jobsuche unterschätzt wird und man sich lieber darauf beschränkt, klassische Bewerbungen zu verschicken. Wie effektiv die Nutzung von Netzwerken bei der Personalgewinnung sein kann, zeigt sich im folgenden Beispiel: Eine Firma könnte eine weitere Arbeitskraft gebrauchen, die vorzugsweise bilingue die beiden Sprachen deutsch und französisch spricht. Eine langjährige und ebenfalls bilingue Mitarbeiterin des Unternehmens erzählt dies ihrer Tochter. Diese meint: „Warte schnell, ich chatte mal“. Und siehe da, einen halben Tag später, bringt sie ihrer Mutter einen Kontakt von einer Person, die den gewünschten Kriterien entspricht. Dieses Beispiel zeigt sehr schön, wie heute physische und virtuelle Netzwerke miteinander zum Erfolg führen.

 

Der Auftritt in sozialen NetzwerkenNetzwerk

Dank dem Internet sind heutzutage sehr viele Informationen sehr einfach zugänglich und ebenso einfach zu streuen. Dies hilft dem Jobsuchenden sich über Firmen und Jobprofile zu informieren und den Firmen ermöglicht es, einen Kanal mehr zu nutzen, um ihre Stellen auszuschreiben. Gleichzeitig bieten die sozialen Netzwerke einfache Möglichkeiten, sich selbst darzustellen und auf sich aufmerksam zu machen. Dank der grossen Erreichbarkeit und der heutigen Selbstverständlichkeit, «schnell im Internet nachzuschauen» ist es nur logisch, dass auch Firmen dies nutzen, um nach potenziellen neuen Mitarbeitenden zu suchen. Daher gibt es inzwischen etliche Firmen, die ihre Stellen nur noch über soziale Netzwerkseiten ausschreiben und noch viele Headhunter mehr, die Profile nach passenden Kriterien durchforsten und gezielt anschreiben. Und dies selbst dann, wenn diese Personen möglicherweise gar nicht aktiv nach einer neuen Stelle suchen. Daher ist es wichtig, auch auf dem Internet präsent zu sein und zwar möglichst so, wie Sie wahrgenommen werden wollen.

 

Ihr Profil auf einem sozialen Netzwerk ist Ihre Visitenkarte

Grundregeln sind daher sicher ein gutes Business-Foto sowie eine prägnante Darstellung Ihres Werdegangs und Ihrer Kompetenzen. Dann geht es darum, dass Sie sich im Netz auch sichtbar machen. Dies geschieht über den intelligenten Einbau von Stichwörtern, die aussagekräftig und kreativ sind, um sich von der Masse abzuheben. Wenn Sie beispielsweise unter «ich suche…» bei der Plattform XING eingeben: «interessante Kontakte» ist dies weder aussagekräftig noch kreativ. Besser geeignet sind spezifische Aussagen, die durchaus unkonventionell sein dürfen, wie beispielsweise «ich suche Menschen, die in Ihrem Job manchmal schauspielern können.»

Zielscheibe

Des weiteren können Sie Inhalten und Gruppen folgen oder gar selber etwas posten. Gerade wenn Sie in Erwägung ziehen, Ihr Tätigkeitsfeld zu wechseln, können Sie mit einer klugen Auswahl von Kontakten, Gruppen, sowie eigenen Kommentaren Ihre Kompetenz in dem Gebiet unter Beweis stellen. Aber Vorsicht: Es geht darum, passende Kommentare zu schreiben, die aufzeigen, dass Sie sich im Thema auskennen und nicht darum, möglichst viele Kommentare abzugeben. Weniger und gezielter ist oft mehr. Weitere Tipps wie Sie Ihren Auftritt auf sozialen Plattformen verbessern können, finden Sie natürlich auch im Internet. Für Xing zum Beispiel hier.

Auf welchen Netzwerken Sie letztendlich präsent sein wollen, hängt ebenfalls von Ihren Zielen ab. Es lohnt sich, die verschiedenen sozialen Netzwerke anzuschauen und auszuprobieren, was zu einem und zur gewünschten Wirkung passt. Sie sehen, das Wichtigste überhaupt ist, dass Sie ihre Ziele kennen! Gerade im Netz ist die Gefahr der Verzettelung gross, weshalb Sie zielorientiert vorgehen sollten. Empfehlenswert dafür sind auch Zeitlimiten für jeweilige Verweildauer im Internet, um sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Denn beim Surfen vergeht die Zeit schnell, ohne zwingend einen beruflichen Nutzen zu erreichen.

 

Der persönliche Kontakt als Schlüsselfaktor

Wie mein eingangs geschildertes Beispiel schön aufzeigt, ist neben den vielen Möglichkeiten der virtuellen Welt der persönliche Kontakt wichtig, insbesondere auch bei der Stellensuche. Gemäss dem Autor Richard Nelson Bolles, der den Welt-Bestseller für die Jobsuche «Durchstarten zum Traumjob» geschrieben hat, haben Stellensuchende eine Erfolgsquote von mindestens 47 Prozent, wenn sie persönlich bei allen Unternehmen, die sie interessieren nach freien Stellen fragen. Es lohnt sich also, direkt den Kontakt aufzunehmen und zwar in einem persönlichen Gespräch. Dafür brauchen Sie selbstverständlich ebenfalls eine klare, kurze und prägnante Botschaft über sich selbst, um bei möglichen Arbeitgebern das Interesse zu wecken. Und falls diese gerade kein passendes Jobangebot machen können, können Sie dennoch einige Informationen sammeln, z. B. über Ihre Passung ins Unternehmen, möglicherweise fehlende Qualifikationen, Herausforderungen der Branche oder einfach nur eine weitere Kontaktperson, die Sie anfragen können. Gekonnt Netzwerken bedeutet immer geben und nehmen. Je mehr Sie sich mit Ihrem angestrebten Job, der Branche und Unternehmen auseinandersetzen, desto mehr Informationen haben Sie, die Sie zum passenden Zeitpunkt auch wieder weiter geben können.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Netzwerken sowohl in der virtuellen wie auch realen Welt!

Franziska Steiner

Organisationsberaterin

 

Quelle: Bolles, Richard Nelson. 2012. Durchstarten zum Traumjob. Campus Verlag

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Freude herrscht...

Positive Psychologie ist ein entscheidener Marktvorteil. Wie aber können wir unsere Emotionen steuern und insbesondere die Positiven im Unternehmen pflegen und fördern?

Lesen Sie hierzu unseren Artikel, erschienen im Persorama, Ausgabe Juni 2017. Download

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Das Vertrauen, das wir in uns selbst setzen

Stellen Sie sich beispielsweise vor, Ihr Chef übergibt Ihnen die Aufgabe einen neuen, kreativen Spruch für die Homepage ihres Unternehmens zu entwerfen. Sie sind aber überzeugt von sich, dass Sie nicht kreativ sind und auch nicht kreativ arbeiten können. Schon in der Schule hatten Sie Mühe mit kreativen Aufgaben und Sie glauben, dass Ihnen sowieso nichts Neuartiges einfällt. Völlig frustriert treffen Sie in der Pause auf Ihren Arbeitskollegen und erzählen ihm, dass Sie diesen Auftrag wirklich nicht erledigen können, da Sie einfach nicht kreativ sind. Da erzählt Ihnen ihr Arbeitskollege von einer Geschichte, die er vor kurzem im Buch «Komm ich erzähl dir eine Geschichte» von Jorge Bucay gelesen hat:

Elefant«Als ich klein war, mochte ich den Zirkus sehr. Und was mir am Zirkus am meisten gefiel, waren die Tiere. Am meisten fiel mir der Elefant auf, der von allen Kindern am meisten gemocht wurde. Während der Vorstellung fiel das Tier durch sein ungeheuerliches Gewicht, seine Größe und seine Kraft auf, aber nach dem Auftritt, und kurz bevor er hinter die Bühne ging, wurde der Elefant immer an einen kleinen Holzpflock gebunden. Der Holzpflock war nur ein kleines Stück Holz, das wenige Zentimeter in den Boden reichte, und obwohl die Kette massiv und schwer war, schien es mir eindeutig, dass ein Tier, das mit seiner Kraft ganze Bäume ausriss, sich ohne Schwierigkeiten vom Holzpflock befreien und fliehen könnte! Was hält ihn fest? Warum flieht er nicht? Mit fünf, sechs Jahren vertraute ich noch der Weisheit der Erwachsenen. Und also fragte ich meinen Lehrer, Onkel und Vater. Einige erklärten mir, dass der Elefant nicht floh, weil er dressiert sei. Meine folgende Frage lag auf der Hand: und wenn er dressiert ist, warum binden sie ihn fest? Ehrlich gesagt erinnere ich mich an keine sinnvolle Antwort. Doch heute glaube ich, sie zu kennen:
Der Elefant flieht nicht, weil er seit er sehr klein ist an solche Holzpflöcke gebunden wurde. Ich schloss die Augen und stellte mir das wehrlose neugeborene Elefantchen vor, das am Holzpflock angebunden liegt. Ich bin sicher, dass zu dieser Zeit das Elefantchen schob, zog und herumsprang, um sich vom Pflock zu befreien. Trotz seiner Mühen konnte es sich nicht befreien, weil jener Holzpflock wirklich zu fest für es war. Ich stellte mir vor, wie das Elefantchen ermüdet einschlief und es am nächsten Tag nochmal versuchte, und am nächsten Tag wieder, und am darauffolgenden wieder. Bis eines Tages, einem schwarzen Tag für seine Zukunft, das Tier seine Machtlosigkeit akzeptierte und sich mit seinem Schicksal abfand. Dieser enorme Elefant flieht nicht, weil er glaubt, dass er es nicht kann. Allzu tief hat sich die Erinnerung daran, wie ohnmächtig er sich kurz nach seiner Geburt gefühlt hat, in sein Gedächtnis eingebrannt. Und das Schlimme dabei ist, dass er diese Erinnerung nie wieder ernsthaft hinterfragt hat. Nie wieder hat er versucht, seine Kraft auf die Probe zu stellen.»

Jeder von uns findet sich bestimmt in einer solchen Situation wieder, wo man glaubt, etwas nicht zu können, weil man es früher nicht konnte, weil andere gesagt haben, dass man etwas nicht kann und weil man schlussendlich selber daran glaubt, etwas nicht zu können. In der Psychologie spricht man in diesem Zusammenhang vom Begriff der «Selbstwirksamkeit», die subjektive Überzeugung einer Person, ein bestimmtes Verhalten erfolgreich ausführen zu können, auch wenn Schwierigkeiten auftreten. Selbstwirksamkeitsüberzeugungen einer Person sind meist losgelöst von dem eigentlichen Talent einer Person. Das bedeutet, Personen mit dem gleichen objektiven Talent können schlechte, gute oder hervorragende Leistung zeigen, abhängig davon, ob Sie überzeugt sind, eine Situation aufgrund der eigenen Kompetenzen meistern zu können oder nicht. Verschiedenste Forschungsergebnisse konnten einen positiven Einfluss der Selbstwirksamkeitsüberzeugung einer Person aufzeigen. Beispielsweise schaffen es Menschen mit einer hohen Selbstwirksamkeit eher, schädliche Verhaltensweisen, wie Rauchen oder ungesunde Essengewohnheiten, zu ändern. Auch im Sport hilft eine hohe Selbstwirksamkeit den Sportlern ihre Leistung zu steigern und im Wettkampf abzurufen. Im Arbeitsleben wurde nachgewiesen, dass die Selbstwirksamkeit positiv mit der Leistung zusammenhängt und somit ein guter Prädiktor für positives Verhalten am Arbeitsplatz darstellt. Selbstwirksamkeit gilt demnach als wichtige Ressource für erfolgreiches Handeln, sei es im Privat- oder im Arbeitsleben. Deshalb vier Tipps, wie Sie sowohl Ihre, wie auch die Selbstwirksamkeit von anderen, fördern können:

  1. Durch Erfolgserlebnisse: Erfolgserlebnisse führen auf natürliche Weise zu einer Stärkung von Selbstwirksamkeit. Nehmen Sie sich Zeit, auch kleinere Erfolge gebührend zu feiern. Schauen Sie sich an, was gut gelaufen ist und was genau zum Erfolg geführt hat. Lernen Sie daraus für die Zukunft und nehmen Sie erfolgreiche Strategien mit. Vorgesetzte können die Wirkung von Erfolgserlebnissen verstärken, indem Sie Lob aussprechen und Vertrauen ausdrücken (Eden 1990, Deci & Ryan 1985).
  2. Beobachtung von erfolgreichen Modellen: Wenn Sie Personen beobachten, die durch eigene Anstrengung schwierige Aufgaben bewältigen, kann das bei Ihnen Selbstwirksamkeit erzeugen. Die beobachtete Person übermittelt dabei effektive Strategien, schwierige Situationen zu meistern. Ist diese Person Ihnen selbst wichtig oder ähnlich oder wird diese Person öffentlich belohnt, wird der Effekt auf die Selbstwirksamkeit verstärkt.
  3. Verbale Überzeugung: Durch authentische verbale Ermutigungen von anderen, bemühen sich Personen stärker und haben dadurch auch mehr Erfolg. Dazu gehört nicht nur das Ermutigen, sondern beispielsweise auch das Geben von realistischem Feedback.
  4. Interpretation von Emotionen und Empfindungen: Gerade unter Druck nehmen wir oft körperliche Empfindungen wie feuchte Hände, Zittern oder Herzrasen als Zeichen für ein mögliches Scheitern wahr. Bleiben wir hingegen ruhig und gelassen, wird aufgrund der Selbstwahrnehmung geschlossen, dass hinreichende Kompetenzen verfügbar sind, um die Situation angemessen zu bewältigen (Bandura, 1997).

can doFalls Sie also in Zukunft mal bei einer Aufgabe anstehen oder das Gefühl haben etwas nicht zu können, erinnern Sie sich an die Geschichte vom angebundenen Elefanten und vor allem glauben Sie daran, dass Sie die Aufgabe meistern können! Das gleiche gilt auch als Führungsperson oder in der Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden. Ermutigen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere Personen etwas zu tun, von dem Sie das Gefühl haben sie können es nicht und wirken Sie somit als positives Rollenmodell, Sie werden sehen, es zahlt sich aus!

 

Laura Jau, Psychologin und Organisationsberaterin

 

(Quelle: Bucay, Jorge. Komm ich erzähl dir eine Geschichte. 2007. S. Fischerverlage.)

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Freude herrscht! - Die Funktionsweise von Emotionen und unser Umgang damit

Frühlingsanlass 2017

 

Unser 16. Frühlingsanlass vom 23. März 2017 zum Thema «Freude herrscht! Eine psychologische Betrachtung über die konstruktive Lenkung von Emotionen» ist auf grosses Interesse gestossen, der ganze Saal war voll. Anscheinend ist die Lenkung der Emotionen ein Thema, das uns beschäftigt und immer wieder herausfordert. Weshalb ist das so?

Wie sollen wir mit Emotionen umgehen?

Als Kinder lernen wir unseren Körper zu koordinieren und entwickeln unsere kognitiven Fähigkeiten, sobald es aber emotional hoch hergeht – positiv oder negativ, heisst es «Das ist doch nicht so schlimm.» oder «Jetzt genügt’s aber!», manchmal sogar «Ruhe jetzt. Geh auf Dein Zimmer!» Und so bleiben wir alleine mit unserer überschäumenden Freude, die sich in Enttäuschung oder Schuldbewusstsein verwandelt hat oder mit unserer Wut und niemand sagt oder lehrt uns, wie wir diese steuern können. Plötzlich sind wir dann erwachsen und sollen unsere Emotionen konstruktiv lenken und auch wenn jemand anders emotional wird, adäquat reagieren.

Funktionsweise von Emotionen: Immobilisation, Mobilisation und soziales Engagement

Um die Funktionsweise von Emotionen zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, dass sie sich in einem Millionen Jahre langen Prozess der Anpassung der Lebewesen an die sich wandelnde Umwelt als Teil der vom Organismus bereitgestellten Prozesse entwickelt haben und dazu dienen, das Überleben der Art zu gewährleisten. Sie werden vom autonomen Nervensystem direkt und sehr schnell aus dem Hirnstamm gesteuert und sind deshalb selten das Objekt bewusster Betrachtung. Wir verfügen über drei dieser komplexen Systeme.Immobilisation bei Lebensbedrohung

  1. Die Immobilisation bei Lebensbedrohung entstand vor 500 Millionen Jahren mit den Wirbeltieren in den Weltmeeren. Sie generierte zwei Überlebensmechanismen: das Totstellen und der Ekel. Heute hören wir Leute sagen: «Jedes Mal, wenn ich diesen Typen sehe, wird mir übel.» Ekel schützt auf diese Weise vor toxischen Beziehungen. Versionen des Totstellens mit drastischem Absinken der Herzfrequenz finden wir bei Ohnmachtsanfällen, Apnoe, in posttraumatischen Belastungsstörungen, aber auch bei Menschen mit Depressionen oder Burn-out.
  2. Die Mobilisation bei Gefahr entstand vor 300 Millionen Jahren mit den Reptilien und generierte aktive Überlebensstrategien wie Angriff oder Flucht. Die korrespondierenden Gefühle sind hier die Angst und die Wut. Heute finden wir die Angst in allen kleinen und grossen Phobien, die Wut bei den Cholerikern und bei allen tätlichen oder verbalen Attacken.
  3. Das System des sozialen Engagements in als sicher eingeschätzten Situationen entstand mit den Säugetieren vor 80 Millionen Jahren und ermöglichte erst die Aufzucht des Nachwuchses in der Gruppe, so wie wir es heute noch kennen. Hier entstanden über die Empathie-Fähigkeit zwei weitere Gefühle, die Freude und die Traurigkeit.

Nun können wir die Systeme kombinieren: Immobilisation ohne Furcht ermöglicht uns die Verdauung, die Erholung und verschiedene reproduktive Prozesse.

Mobilisation im sicheren Kontext ermöglicht spielerische Aktivitäten, aber auch alle jene, die zur Arbeitswelt gehören. Das ist was wir wollen: mobilisierte, sprich motivierte Mitarbeitende und Führungskräfte, die in einem für ihre Gefühle gesicherten Kontext, Freude an der Arbeit haben und gute Leistungen bringen.

Wie verhindern wir nun, dass beim Aufkommen von negativen Gefühlen, nicht sofort das entsprechende archaische System aktiv wird? Unsere Tipps zum Umgang mit den eigenen Gefühlen und jenen anderer, finden sie hier.

Nun wünsche ich Ihnen viel Spass bei der Lenkung der Emotionen, die uns bewegen und so auch unsere Arbeitsleistung.

 

Claudia Buol, Psychologin und Organisationsberaterin

Quelle: Porges, St. W. Die Polyvagal-Theorie. 2010. Junfermannsche Verlagsbibliothek.

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Sind Sie schon Agil?

Vor zwei Wochen traf ich überraschend meinen Kollegen Ruedi Rötheli. Wir kennen uns seit Jahren. Haben einmal im gleichen Unternehmen gearbeitet. Seither sehen wir uns in unregelmässigen Abständen. Letztmals am Frühlingsanlass vor einem Jahr. Kurzentschlossen nutzten wir deshalb das zufällige Treffen, um in einem Restaurant einen Kaffee zu trinken. Nachdem wir uns gegenseitig auf den aktuellen Stand der Dinge gebracht hatten, fragte ich Ruedi, mit was er sich gerade beschäftige.

„Bei uns ist die Agilomanie ausgebrochen“, antwortete er mit leicht ironischem Unterton in der Stimme. „Das ganze Unternehmen befasst sich nur noch mit dem Thema Agilität. Agile Mitarbeiter, Agile Führung, Agiles Unternehmen. Man könnte meinen in den letzten Jahren hätte nur Passivität, unstrukturiertes Herumeiern und zielloser Aktivismus den Alltag geprägt.“

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