Blog Archive

Der offizielle DIACOVA Blog mit Beiträgen von allen DIACOVA Mitarbeitenden.

Unser Geist: der Computer

Sie kennen das vermutlich, sie schalten Ihren Computer ein und es popt eine Werbung für ein Ferienhäuschen im Engadin auf, später dann noch eine Werbung für Kinderwagen; das alles nur, weil Sie einmal im Internet nach Ferien im Engadin recherchiert haben und letzthin für eine Freundin nach einem Kinderwagenmodell gesucht haben. Das Gedächtnis des Internets ist unerschöpflich, einmal was eingetippt, wird es gespeichert und verlinkt. Nichts ist geheim, das Gerät scheint mich besser zu kennen als meine Freunde. Verschwörungstheoretiker sehen sogar voraus, dass die künstliche Intelligenz schon bald die Macht über uns Menschen erlangen wird. Erlebnisse wie oben beschrieben sind beklemmend und geben uns das Gefühl, unserer Freiheit beraubt zu sein und kontrolliert zu werden. Das macht Vielen Angst und man versucht sich mit firewalls dagegen zu schützen.

Bevor Sie jetzt grad weiterlesen möchte ich Sie bitten, folgendes zu machen:

 

„Versuchen Sie jetzt gleich mal eine Minute nicht zu denken.“

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"Positive Leadership" an der süditalienischen Tankstelle

Diesen Sommer verbrachte ich meine Ferien in Süditalien. Um trotz der Anreise mit dem Zug mobil zu sein, mieteten wir vor Ort bei einem kleinen, lokalen Anbieter ein Auto. Nach einer unbürokratischen Übergabe und der Vereinbarung, beim kleinsten Problem die Autovermieterin Marilena anzurufen, brausten wir davon. Einige Tage später steuerten wir eine Tankstelle an. Zu unserer Erleichterung arbeiten an vielen Tankstellen in Süditalien noch Menschen, welche den Ölstand prüfen, die verstaubten Scheiben waschen und natürlich das Auto volltanken. Wir waren um diese Unterstützung insofern froh, als dass wir bei unserem Mietauto den Tankdeckel nicht öffnen konnten. Die zwei Mitarbeiter der Tankstelle untersuchten jeden möglichen Knopf und prüften sämtliche Mechanismen. Da aber auch ihre Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt waren, riefen wir Marilena an, mit einem leichten Unbehagen, sie mit einem Problem dieser Art konfrontieren zu müssen und uns damit als blöde Touristen zu positionieren, die nicht mal tanken können. Marilena liess sich mit keiner Nuance ihrer Stimme anmerken, dass sie sich über Probleme dieser Art wunderte und war zehn Minuten später in Begleitung ihres Mannes vor Ort. Dieser war mit seinem Frühstücksmesser ausgerüstet und öffnete den Tankdeckel innert Sekunden mechanisch. Er erklärte uns, dass es gelegentlich vorkomme, dass der elektronische Mechanismus blockiere, und dann nur noch eine mechanische Öffnung durch das Messer möglich sei. Damit wir zukünftig ungehindert tanken konnten, entfernte er den äusseren Deckel des Schraubverschlusses kurzerhand.

 Tankstelle

 

Was nehme ich aus der Begebenheit an der süditalienischen Tankstelle mit ins schweizerische Berufsleben?

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Gerne älter werden

älter werdenAls ich letztes Jahr 55 wurde, kam in mir ein ähnliches Gefühl auf, wie als ich 25 geworden bin. Damals sagte ich zu mir: Ab dem nächsten runden Geburtstag bist du definitiv nicht mehr jung! Nutze die Zeit, um richtig erwachsen zu werden…
Diesmal habe ich zu mir gesagt: Ab dem nächsten runden Geburtstag bist Du definitiv alt. Die Quittung kam mit der nächsten Zufriedenheitsumfrage: Plötzlich musste ich bei der Altersangabe das letzte Kästchen ankreuzen. Da tat sich ein weiter Raum vor meinen Augen auf. Weite wie ich sie mag, mit Platz für viele Optionen, Entdeckungen, Ruhe, Selbstbestimmung und neue Aktivitäten, oder auch nicht. Ganz wie ich will.

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«Wer nicht gestresst ist, hat zu wenig zu tun»?!

Vielleicht haben auch Sie lieber Leser gemerkt, dass das Trendwort «Stress» langsam aus den kontroversen Debatten über Gesundheit und Arbeitsgestaltung zu verschwinden scheint. Die Erkenntnis, dass Stress für den Menschen ungesund ist, ist längst aus der Forschung verschiedener Fachgebiete in den Mainstream gesickert. Die Feinheiten was Stress genau ist und wie er sich auf uns auswirkt, gingen dabei grösstenteils verloren. Wer das Wort heute benutzt meint vor allem, dass sie /er (zu) viel zu tun hat. Viel zu tun zu haben wiederum, gehört schon fast zum guten Ton und wird häufig als Zeichen eines effizienten Zeitmanagements missdeutet. Schliesslich «entsteht kein Diamant ohne Druck» und Ruhe und Gelassenheit lassen sich allzu leicht mit Faulheit verwechseln. Wohingegen das Gestresst-Sein das Vorrecht derjenigen zu sein scheint, die weiterkommen wollen, die Motivierten und Ehrgeizigen unter uns.

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Persönlichkeitsentwicklung zwischen Wunsch und Realität

Im Rahmen unseres 17. Frühlingsanlasses haben wir uns dem Thema Persönlichkeitsentwicklung gewidmet. Wie schärfen Sie Ihre Kompetenz zur Einschätzung der Fähigkeiten und Schwächen bei sich selber und anderen? Zahlreichen Gästen haben wir Antworten auf diese Frage präsentiert, ihnen Einblicke in unsere Tätigkeit gewährt und Werkzeuge vorgestellt, welche wir in unserem Praxisalltag anwenden. Ein kurzer Rückblick:

Vergleich zwischen Selbst- und Fremdbild

Menschen möglichst treffend erfassen und einschätzen zu können, gehört zu unserer täglichen Arbeit bei der DIACOVA. Wie gehen wir also beispielweise bei Assessments vor, um herauszufinden, ob das Bild, welches uns unserer Kandidatinnen und Kandidaten vermitteln, auch wirklich authentisch ist?

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Schöne, neue Welt?

Die Digitalisierung erleichtert unser Leben….

Bild GadgetsDank Smartphones, Tablets, Laptops und kabellosem Internet sind wir heute viel zeit- und ortsungebundener als früher und trotzdem immer mit allen verbunden. Über Whatsapp fiebert beispielsweise meine 65-Jährige Tante, die in Neuseeland lebt, beim ersten Schultag meiner Kinder mit, weiss über unsere Wochenend-Aktivitäten Bescheid und schickt Fotos von ihren Ausflügen. Nähe also trotz Distanz. Es dauert nur ein paar Minuten, um eine kurze Mitteilung zu schreiben, oder ein Foto zu schicken. Früher schrieb sie mir Briefe, was schon zum Erstellen länger Zeit brauchte. Und bis diese bei mir ankamen, waren diese Infos auch nicht mehr neu. Die digitalisierte Kommunikation unterstützt mich, den Kontakt zeitsparend und aktuell auch am anderen Ende der Welt aufrechtzuerhalten.

Das self-scanning in den Einkaufsläden ist ein weiteres Alltagsbeispiel. Es ist praktisch, wenn ich meine Einkäufe selbst abscannen und direkt in die Einkaufstüten verstauen kann, anstatt sie an der Kasse nochmals alle auf das Förderband zu legen. Auch das lästige Schlange stehen vor den Kassen entfällt damit weitgehend.

Die Liste mit Beispielen, die unser Leben vereinfachen sollten, lässt sich beliebig verlängern. Es liegt in der Natur des Menschen, Dinge immer weiter zu entwickeln und die Mühseligkeiten des Alltags zu minimieren. Dafür können wir auch sehr dankbar sein, denn wohl niemand mehr möchte auf Waschmaschine, Flugzeuge, isolierte Häuser etc. verzichten. Doch, was ist die Kehrseite?

 

….oder doch nicht immer?

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Das arme Moldawien und die reiche Schweiz

 

Ein persönlicher Vergleich zwischen Moldau und Schweiz

 

Ein Blick von aussen auf unsere Kultur...

Seit dem Jahre 2006 kenne ich als Schweizer die Republik Moldova, oft auch Moldau oder Moldawien genannt. Da meine Frau aus dieser Region stammt und häufig Kontakt mit ihrer Familie dort pflegt, weilen wir recht oft in Moldawien. Nun gestatte ich mir hiermit mal einen Blick von aussen auf unsere meist hochgelobte Schweiz. Zunächst mal einige Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Ländern. Moldawien hat auch vier Sprachen wie die Schweiz, nämlich Rumänisch, Russisch, Ukrainisch und Gagausisch. Gagausisch ist eine ausserhalb von Moldawien meist unbekannte Sprache mit türkischen Wurzeln, die von einer kleinen Minderheit gesprochen wird. Weiter ist Moldwawien ein kleines Binnenland, nicht wesentlich kleiner als die Schweiz, umgeben von mächtigen Nachbarn. Dann prägt die Landwirtschaft auch in Moldawien bis heute immer noch stark die Gesellschaft und die Kultur. Die Idee, dass die Ernährungssicherheit in der Verfassung festgelegt wird, könnte auch einem moldauischen Kopf entsprungen sein.

Es gibt natürlich auch viele Dinge, die in der Schweiz besser funktionieren als in Moldawien, davon lesen oder hören wir ab und zu in der öffentlichen Berichterstattung. Moldawien wird oft mit negativen Themen in Verbindung gebracht wie beispielsweise Menschenhandel, Nierentransplantationen, nicht ausbezahlte Löhne und und und... Doch wie sieht der umgekehrte Fokus aus? Was ist denn besser in Moldau oder zumindest qualitativ ganz anders? Hier nur ein paar kleine Dinge von mir beobachtet, die mir aufgefallen sind.

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Die Sache mit der Weihnachtsgeschichte

Gestern bin ich auf dem Weg ins Büro meinem alten Kumpel Ruedi Rötheli begegnet. Letztmals haben wir uns anfangs Februar gesehen. Bild Erschöpft am ComputerDamals war Ruedi aufgrund eines Change-Management Vorhabens in seinem Unternehmen ziemlich aufgebracht. Die erste Konfrontation mit dem Thema Agilität war nicht unbedingt auf seine Begeisterung gestossen. Seither hatte ich nichts mehr von ihm gehört. Dass ich ihn in dem übervollen Restaurant überhaupt gesehen habe, war eher Zufall. Er sass alleine an einem Vierertisch, vor sich ein Notebook in das er hineinstarrte, als sei er von der ‚Agilomanie‘ auf direktem Weg in die Agonie verfallen. Obwohl ich eigentlich genug zu tun hatte, machte ich kurzerhand kehrt, um nachzusehen, was meinen Kumpel dermassen belastete.
„Einer alleine glaubt es nicht!“, war die überraschte Reaktion von Ruedi Rötheli als ich an seinen Tisch trat und mich mit einem Lächeln hinsetzte. „Dich habe ich ja eine Ewigkeit nicht mehr gesehen. Was machst du denn hier?“
„Ich habe dich auf dem Weg ins Büro hier gesehen und wollte mich mal erkundigen, wie es dir so geht. Du bist es dir vielleicht nicht bewusst, aber du machst nicht gerade einen glücklichen Eindruck. Da habe ich gedacht, ich schau mal vorbei und frage, ob alles in Ordnung ist. Zudem hatte ich noch keinen Kaffee.“

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E-Mail Flut

Jetzt war ich nur einen Tag nicht im Büro und schon habe ich 40 neue Mails in meiner Inbox!!! Kommt ihnen diese Aussage bekannt vor? Auch wenn von diesen 40 E-Mails vielleicht 20 in den Spamordner verschoben werden können, wartet immer noch die andere Hälfte darauf geöffnet und bearbeitet zu werden. So verbringen nicht wenige von uns die ersten Stunden ihres Arbeitstages damit, der E-Mail-Flut Herr oder Frau zu werden.

Was kann man dagegen tun?

Es gibt zwei Probleme: einerseits die Menge auf welche wir nur bedingt Einfluss haben und andererseits unser Umgang mit den E-Mails, einen Punkt, den wir sehr wohl beeinflussen können.Bild Email Kommunikation

Fangen wir mal damit an, was Sie gegen die Menge an E-Mails machen können. Zuerst einmal können Sie all jene Newsletter, die Sie sowieso nie lesen, abmelden – wir freuen uns, wenn der DIACOVA-Newsletter nicht dazugehört ;-). Weiter können Sie in den sozialen Netzwerken die Benachrichtigungen, wer, wo und wann auf Ihrem Profil war, einschränken. Zudem lohnt es sich, sparsam mit dem Angeben Ihrer E-Mailadresse zu sein und diese nicht automatisch jeder Anmeldung oder sonstigen Formularen beizulegen. Sobald Sie eine E-Mail als Spam identifizieren, legen Sie diese zudem konsequent in den Spamordner. Mit Recht werden Sie mich nun fragen, was Sie mit all den E-Mails machen sollen, die Sie nicht einfach abbestellen können.

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Holokratie - Aufbruch in eine neue Arbeitswelt

Das Zeitalter von neuen Arbeitsformen ist angebrochen. Der Arbeitsmarkt befindet sich in einer intensiven Umbruchphase und hat sich bereits stark gewandelt. Es gibt zahlreiche Beispiele von neuen Arbeitsformen die sich in den letzten Jahren durchgesetzt haben und heute vielerorts zur Normalität gehören. Dazu zählen beispielsweise Desksharing, um Kapazitäten perfekt zu nutzen und Leerläufe zu vermeiden oder CoWorking, welches vorsieht, Menschen aus den unterschiedlichsten Branchen zusammenzuführen und dadurch ein kreatives, innovatives und dynamisches Arbeitsumfeld zu schaffen. Zusätzlich treten auch kontinuierlich neue Begriffe in den Vordergrund, wie die Work-Life-Integration, gemeint ist damit die perfekte Vereinbarung von Privatleben und Beruf, unterstützt durch Home-Office oder Job Sharing. Solche Formen haben sich bereits bestens etabliert. Mit der fortschreitenden Globalisierung und Digitalisierung kommen nun noch ganz neue Begriffe zum Vorschein, so wie zum Beispiel «Liquid Leadership», «Cynefin» oder «Holokratie». Letztere möchte ich Ihnen in diesem Blogbeitrag gerne etwas näherbringen, da diese stark im Trend ist und auch schon von Firmen in der Schweiz eingesetzt wird.
Der Begriff Holokratie oder im englischen auch «Holocracy» genannt, wurde durch den Unternehmer Brian Robertson geprägt. Er setzte diese Arbeitsform erstmals in seinem eigenen Unternehmen ein und veröffentlichte 2015 ein Buch darüber (Holacracy: Ein revolutionäres Management-System für eine volatile Welt, Brian J. Robertson, 2015). Die Holokratie wird als eine der vielversprechendsten Organisationsformen der Zukunft gehandelt. Die grundlegende Idee ist, dass Hierarchien und Ebenen vollständig abgeschafft werden. Im Gegensatz zu klassischen hierarchischen Organisationsstrukturen setzt die Holokratie stark auf die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden. Sie sieht vor, dass alle Mitarbeitenden das gleiche Mitspracherecht haben. Grundlegende Vorteile sind also neben flachen Hierarchien, auch hohe Selbstverantwortung und schnelle Kommunikation sowie die Förderung von Innovation.

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Wertschätzung am Arbeitsplatz

Haben Sie Herrn Meier zum Geburtstag gratuliert? Wissen Sie ob Frau Müllers Ehemann noch immer im Spital liegt und was die Lernende Lisa gerne in ihrer Freizeit unternimmt? Haben Sie den Einsatz des Teams bei der Präsentation öffentlich gewürdigt und auf die guten Ideen und das Engagement der Projektleitung hingewiesen?

Was ist Wertschätzung?

Wertschätzung am Arbeitsplatz ist ein zentrales Führungsinstrument. Wir alle wissen um die Wichtigkeit von Wertschätzung am Arbeitsplatz. Was aber ist Wertschätzung eigentlich? Und wie kann diese ausgedrückt werden? Denn, obwohl wir alle um die Wichtigkeit von Wertschätzung wissen, und uns der wertschätzende Umgang oft als selbstverständlich oder gar banal erscheint, tun wir uns häufig schwer damit. Wertschätzung kann als Evaluation durch andere definiert werden. Wertschätzung am Arbeitsplatz kann auf vielfältige Weise ausgedrückt werden: So kann beispielsweise eine ehrliche und konstruktive Kritik Ausdruck von Wertschätzung sein oder das ernst nehmen von Problemen und Anliegen der anderen. Wertschätzung kann sich unter anderem auch darin zeigen, dass Personen Aufmerksamkeit geschenkt wird und sie sich dadurch als einzigartige und wertvolle Personen akzeptiert und gewürdigt fühlen. Dies kann sich in Gesprächen auch ganz konkret darin äussern, dass einer Mitarbeitenden aktiv zugehört und auf ihre Einwände und Anliegen eingegangen wird, auch wenn inhaltlich keine Übereinstimmung besteht. Wertschätzung am Arbeitsplatz findet auch durch kleine Gesten und Verhaltensweisen ihren Ausdruck. So kann beispielsweise die Nachfrage bei Frau Müller nach dem gesundheitlichen Zustand des Ehemannes Anteilnahme, und das Erkundigen nach den Freizeitaktivitäten der Lernenden Lisa Interesse ausdrücken. Ebenfalls hat sich gezeigt, dass sich Mitarbeitende anerkannt und wertgeschätzt fühlen, wenn an ihren Geburtstag gedacht wird und sie eventuell sogar eine handgeschriebene Karte oder ein Präsent erhalten. Erstaunlich dabei ist, dass mit diesen einfachen Handlungen mehr Wertschätzung erfahren wird, als durch Lohnerhöhung oder finanzielle Prämien.

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Netzwerken - Erfolgsfaktor für den Traumjob

Wenn Sie sich neu- oder umorientieren möchten oder müssen, sind die Dienste von virtuellen und persönlichen Netzwerken ein wichtiger Bestandteil für die Informationsbeschaffung sowie Selbstvermarktung. In unserem Beratungsalltag erlebe ich jedoch immer wieder, dass der Wert von Netzwerken für die Jobsuche unterschätzt wird und man sich lieber darauf beschränkt, klassische Bewerbungen zu verschicken. Wie effektiv die Nutzung von Netzwerken bei der Personalgewinnung sein kann, zeigt sich im folgenden Beispiel: Eine Firma könnte eine weitere Arbeitskraft gebrauchen, die vorzugsweise bilingue die beiden Sprachen deutsch und französisch spricht. Eine langjährige und ebenfalls bilingue Mitarbeiterin des Unternehmens erzählt dies ihrer Tochter. Diese meint: „Warte schnell, ich chatte mal“. Und siehe da, einen halben Tag später, bringt sie ihrer Mutter einen Kontakt von einer Person, die den gewünschten Kriterien entspricht. Dieses Beispiel zeigt sehr schön, wie heute physische und virtuelle Netzwerke miteinander zum Erfolg führen.

 

Der Auftritt in sozialen NetzwerkenNetzwerk

Dank dem Internet sind heutzutage sehr viele Informationen sehr einfach zugänglich und ebenso einfach zu streuen. Dies hilft dem Jobsuchenden sich über Firmen und Jobprofile zu informieren und den Firmen ermöglicht es, einen Kanal mehr zu nutzen, um ihre Stellen auszuschreiben. Gleichzeitig bieten die sozialen Netzwerke einfache Möglichkeiten, sich selbst darzustellen und auf sich aufmerksam zu machen. Dank der grossen Erreichbarkeit und der heutigen Selbstverständlichkeit, «schnell im Internet nachzuschauen» ist es nur logisch, dass auch Firmen dies nutzen, um nach potenziellen neuen Mitarbeitenden zu suchen. Daher gibt es inzwischen etliche Firmen, die ihre Stellen nur noch über soziale Netzwerkseiten ausschreiben und noch viele Headhunter mehr, die Profile nach passenden Kriterien durchforsten und gezielt anschreiben. Und dies selbst dann, wenn diese Personen möglicherweise gar nicht aktiv nach einer neuen Stelle suchen. Daher ist es wichtig, auch auf dem Internet präsent zu sein und zwar möglichst so, wie Sie wahrgenommen werden wollen.

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Freude herrscht...

Positive Psychologie ist ein entscheidener Marktvorteil. Wie aber können wir unsere Emotionen steuern und insbesondere die Positiven im Unternehmen pflegen und fördern?

Lesen Sie hierzu unseren Artikel, erschienen im Persorama, Ausgabe Juni 2017. Download

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Das Vertrauen, das wir in uns selbst setzen

Stellen Sie sich beispielsweise vor, Ihr Chef übergibt Ihnen die Aufgabe einen neuen, kreativen Spruch für die Homepage ihres Unternehmens zu entwerfen. Sie sind aber überzeugt von sich, dass Sie nicht kreativ sind und auch nicht kreativ arbeiten können. Schon in der Schule hatten Sie Mühe mit kreativen Aufgaben und Sie glauben, dass Ihnen sowieso nichts Neuartiges einfällt. Völlig frustriert treffen Sie in der Pause auf Ihren Arbeitskollegen und erzählen ihm, dass Sie diesen Auftrag wirklich nicht erledigen können, da Sie einfach nicht kreativ sind. Da erzählt Ihnen ihr Arbeitskollege von einer Geschichte, die er vor kurzem im Buch «Komm ich erzähl dir eine Geschichte» von Jorge Bucay gelesen hat:

«Als ich klein war, mochte ich den Zirkus sehr. Und was mir am Zirkus am meisten gefiel, waren die Tiere. Am meisten fiel mir der Elefant auf, der von allen Kindern am meisten gemocht wurde. Während der Vorstellung fiel das Tier durch sein ungeheuerliches Gewicht, seine Größe und seine Kraft auf, aber nach dem Auftritt, und kurz bevor er hinter die Bühne ging, wurde der Elefant immer an einen kleinen Holzpflock gebunden. Der Holzpflock war nur ein kleines Stück Holz, das wenige Zentimeter in den Boden reichte, und obwohl die Kette massiv und schwer war, schien es mir eindeutig, dass ein Tier, das mit seiner Kraft ganze Bäume ausriss, sich ohne Schwierigkeiten vom Holzpflock befreien und fliehen könnte! Was hält ihn fest? Warum flieht er nicht? Mit fünf, sechs Jahren vertraute ich noch der Weisheit der Erwachsenen. Und also fragte ich meinen Lehrer, Onkel und Vater. Einige erklärten mir, dass der Elefant nicht floh, weil er dressiert sei. Meine folgende Frage lag auf der Hand: und wenn er dressiert ist, warum binden sie ihn fest? Ehrlich gesagt erinnere ich mich an keine sinnvolle Antwort. Doch heute glaube ich, sie zu kennen:
Der Elefant flieht nicht, weil er seit er sehr klein ist an solche Holzpflöcke gebunden wurde. Ich schloss die Augen und stellte mir das wehrlose neugeborene Elefantchen vor, das am Holzpflock angebunden liegt. Ich bin sicher, dass zu dieser Zeit das Elefantchen schob, zog und herumsprang, um sich vom Pflock zu befreien. Trotz seiner Mühen konnte es sich nicht befreien, weil jener Holzpflock wirklich zu fest für es war. Ich stellte mir vor, wie das Elefantchen ermüdet einschlief und es am nächsten Tag nochmal versuchte, und am nächsten Tag wieder, und am darauffolgenden wieder. Bis eines Tages, einem schwarzen Tag für seine Zukunft, das Tier seine Machtlosigkeit akzeptierte und sich mit seinem Schicksal abfand. Dieser enorme Elefant flieht nicht, weil er glaubt, dass er es nicht kann. Allzu tief hat sich die Erinnerung daran, wie ohnmächtig er sich kurz nach seiner Geburt gefühlt hat, in sein Gedächtnis eingebrannt. Und das Schlimme dabei ist, dass er diese Erinnerung nie wieder ernsthaft hinterfragt hat. Nie wieder hat er versucht, seine Kraft auf die Probe zu stellen.»

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Freude herrscht! - Die Funktionsweise von Emotionen und unser Umgang damit

Frühlingsanlass 2017

 

Unser 16. Frühlingsanlass vom 23. März 2017 zum Thema «Freude herrscht! Eine psychologische Betrachtung über die konstruktive Lenkung von Emotionen» ist auf grosses Interesse gestossen, der ganze Saal war voll. Anscheinend ist die Lenkung der Emotionen ein Thema, das uns beschäftigt und immer wieder herausfordert. Weshalb ist das so?

Wie sollen wir mit Emotionen umgehen?

Als Kinder lernen wir unseren Körper zu koordinieren und entwickeln unsere kognitiven Fähigkeiten, sobald es aber emotional hoch hergeht – positiv oder negativ, heisst es «Das ist doch nicht so schlimm.» oder «Jetzt genügt’s aber!», manchmal sogar «Ruhe jetzt. Geh auf Dein Zimmer!» Und so bleiben wir alleine mit unserer überschäumenden Freude, die sich in Enttäuschung oder Schuldbewusstsein verwandelt hat oder mit unserer Wut und niemand sagt oder lehrt uns, wie wir diese steuern können. Plötzlich sind wir dann erwachsen und sollen unsere Emotionen konstruktiv lenken und auch wenn jemand anders emotional wird, adäquat reagieren.

Funktionsweise von Emotionen: Immobilisation, Mobilisation und soziales Engagement

Um die Funktionsweise von Emotionen zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, dass sie sich in einem Millionen Jahre langen Prozess der Anpassung der Lebewesen an die sich wandelnde Umwelt als Teil der vom Organismus bereitgestellten Prozesse entwickelt haben und dazu dienen, das Überleben der Art zu gewährleisten. Sie werden vom autonomen Nervensystem direkt und sehr schnell aus dem Hirnstamm gesteuert und sind deshalb selten das Objekt bewusster Betrachtung. Wir verfügen über drei dieser komplexen Systeme.Immobilisation bei Lebensbedrohung

  1. Die Immobilisation bei Lebensbedrohung entstand vor 500 Millionen Jahren mit den Wirbeltieren in den Weltmeeren. Sie generierte zwei Überlebensmechanismen: das Totstellen und der Ekel. Heute hören wir Leute sagen: «Jedes Mal, wenn ich diesen Typen sehe, wird mir übel.» Ekel schützt auf diese Weise vor toxischen Beziehungen. Versionen des Totstellens mit drastischem Absinken der Herzfrequenz finden wir bei Ohnmachtsanfällen, Apnoe, in posttraumatischen Belastungsstörungen, aber auch bei Menschen mit Depressionen oder Burn-out.
  2. Die Mobilisation bei Gefahr entstand vor 300 Millionen Jahren mit den Reptilien und generierte aktive Überlebensstrategien wie Angriff oder Flucht. Die korrespondierenden Gefühle sind hier die Angst und die Wut. Heute finden wir die Angst in allen kleinen und grossen Phobien, die Wut bei den Cholerikern und bei allen tätlichen oder verbalen Attacken.
  3. Das System des sozialen Engagements in als sicher eingeschätzten Situationen entstand mit den Säugetieren vor 80 Millionen Jahren und ermöglichte erst die Aufzucht des Nachwuchses in der Gruppe, so wie wir es heute noch kennen. Hier entstanden über die Empathie-Fähigkeit zwei weitere Gefühle, die Freude und die Traurigkeit.

Nun können wir die Systeme kombinieren: Immobilisation ohne Furcht ermöglicht uns die Verdauung, die Erholung und verschiedene reproduktive Prozesse.

Mobilisation im sicheren Kontext ermöglicht spielerische Aktivitäten, aber auch alle jene, die zur Arbeitswelt gehören. Das ist was wir wollen: mobilisierte, sprich motivierte Mitarbeitende und Führungskräfte, die in einem für ihre Gefühle gesicherten Kontext, Freude an der Arbeit haben und gute Leistungen bringen.

Wie verhindern wir nun, dass beim Aufkommen von negativen Gefühlen, nicht sofort das entsprechende archaische System aktiv wird? Unsere Tipps zum Umgang mit den eigenen Gefühlen und jenen anderer, finden sie hier.

Nun wünsche ich Ihnen viel Spass bei der Lenkung der Emotionen, die uns bewegen und so auch unsere Arbeitsleistung.

 

Claudia Buol, Psychologin und Organisationsberaterin

Quelle: Porges, St. W. Die Polyvagal-Theorie. 2010. Junfermannsche Verlagsbibliothek.

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Sind Sie schon Agil?

Vor zwei Wochen traf ich überraschend meinen Kollegen Ruedi Rötheli. Wir kennen uns seit Jahren. Haben einmal im gleichen Unternehmen gearbeitet. Seither sehen wir uns in unregelmässigen Abständen. Letztmals am Frühlingsanlass vor einem Jahr. Kurzentschlossen nutzten wir deshalb das zufällige Treffen, um in einem Restaurant einen Kaffee zu trinken. Nachdem wir uns gegenseitig auf den aktuellen Stand der Dinge gebracht hatten, fragte ich Ruedi, mit was er sich gerade beschäftige.

„Bei uns ist die Agilomanie ausgebrochen“, antwortete er mit leicht ironischem Unterton in der Stimme. „Das ganze Unternehmen befasst sich nur noch mit dem Thema Agilität. Agile Mitarbeiter, Agile Führung, Agiles Unternehmen. Man könnte meinen in den letzten Jahren hätte nur Passivität, unstrukturiertes Herumeiern und zielloser Aktivismus den Alltag geprägt.“

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Was ist eigentlich Charisma?

Die psychologische Ratgeberliteratur ermuntert uns, unsere Ausstrahlung zu optimieren, unsere Präsenz zu verbessern, so dass uns das Gegenüber Charisma zuschreibt. «Charisma fällt nicht vom Himmel» von Georg Wawschinek, «Einfach mehr Charisma» von Claudia E. Enkelmann oder «Leise Menschen – Starke Wirkung» von Sylvia Löhken sind ein paar Beispiele aus dieser Literaturecke.

Es gefällt, wie der Grundtenor dieser Ratgeberliteratur davon ausgeht, dass es für alle möglich ist, Charisma aufzubauen, jeder sei in dieser Hinsicht seines Glückes Schmied. Als Psychologe überzeuge ich die Kunden immer wieder, das Steuer selber in die Hand zu nehmen, Wirksamkeitsüberzeugung aufzubauen, Gestaltungsmotivation zu zeigen, sich selber als der Entwickler seiner selbst wahrzunehmen.

 

Charisma fehlt in Kompetenzmodellen

Ist Charisma eine Kompetenz? Kann Charisma beeinflusst werden? Warum wird in den meisten Kompetenzmodellen von Firmen, Organisationen und Verwaltungen die Kompetenz Charisma nicht thematisiert?

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Kunden begeistern

Die Weihnachtszeit ist zumindest in unserer Kultur stark mit dem «schenken» verknüpft. Für Familie oder Freundeskreis zerbrechen wir uns vor Weihnachten den Kopf was wir denn verschenken könnten. Etwas Originelles sollte es sein, etwas was der beschenkten Person Freude macht, vielleicht auch noch etwas Nützliches? Oder doch eher etwas Nachhaltiges? Auf jeden Fall soll es etwas Persönliches sein, das den Beschenkten begeistert.

Aber auch die meisten Firmen versenden zu Weihnachten ihren Kunden, Geschäftspartnern, Lieferanten, Mitarbeitenden etc. Weihnachtsgeschenke oder zumindest Grusskarten. Und von den Beschenkten wird auch erfahrungsgemäss genau registriert, wer wieder etwas in welchem Umfang verschickt bzw. eben nicht (mehr) verschickt. Der Interpretationsspielraum im letzteren Fall ist dabei beachtlich.

 

Wie sich aber von der Masse abheben?

Denken Sie zurück an die letzten Weihnachten. Gibt es ein Geschenk, das Sie begeistert hat? Und was macht es aus, dass Sie davon begeistert waren?

Meist sind wir dann wirklich von einem Geschenk begeistert, wenn es unerwartet ist und uns in irgendeiner Form berührt. Solche unerwarteten Aufmerksamkeiten führen normalerweise auch zu einer positiveren Beziehung zwischen der beschenkten und schenkenden Person. Genau diesen Mechanismus können wir auch nützen, um die Kundenzufriedenheit weiter zu erhöhen. Bereits 1984 hat der Japaner Noriaki Kano ein Modell zur Kundenzufriedenheit vorgestellt, nach dem es von ihm für die Firma Konica entwickelt wurde (Kano, Nobuhiko, Fumio & Shinichi 1984). Das sogenannte Kano-Modell beschreibt den Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein bestimmter Eigenschaften eines Produktes oder einer Dienstleistung und der Zufriedenheit von Kunden.

 

Das Kano-Modell

Kano geht in seinem Modell davon aus, dass Zufriedenheit von Kunden durch drei Faktoren beeinflusst wird. Diese drei Faktoren werden als Basis-, Leistungs- und Begeisterungsfaktoren bezeichnet.

Grafik Kanomodell

 

Basisfaktoren stellen diejenigen Eigenschaften eines Produkts oder Dienstleistung dar, die zu Unzufriedenheit führen, wenn sie nicht vorhanden sind bzw. nicht entsprechend den Erwartungen eines Kunden wahrgenommen werden. Nehmen wir als Beispiel eine Bäckerei. Wenn ich in einer Bäckerei ein Brot kaufen möchte, dann erwarte ich, dass diese zu den üblichen Verkaufszeiten geöffnet und eine Bedienung da ist. Diese Basisfaktoren stellen Mindestanforderungen dar, die wir stillschweigend annehmen und die zu Unzufriedenheit führen, wenn sie nicht oder in zu tiefer Qualität vorhanden sind. Ihr Vorhandensein ist aber für die Kaufentscheidung im Vergleich mit gleichartigen Produkten irrelevant.

Sind nun die Basisanforderungen in der Bäckerei erfüllt, kommt es auf die Leistungsfaktoren an. Die Leistungsfaktoren sind für den Vergleich mit Konkurrenzprodukten besonders relevant, da diese vom Kunden üblicherweise erwartet werden. Das Vorhandensein eines Leistungsfaktors kann somit zur Abhebung eines Produkts zu gleichartigen Produkten der Konkurrenz dienen. Bei der Bäckerei ist meine übliche Erwartung, dass sie eine gewisse Brot- und Brötchenauswahl hat, die schmeckt. Mit der Auswahl und dem Geschmack der Backwaren kann sich eine Bäckerei von anderen abheben und dann die Kundenzufriedenheit positiv beeinflussen, wenn sie die Kundenerwartungen übertrifft. Wenn sie die Kundenerwartungen jedoch nicht erfüllt, dann entsteht beim Kunden Unzufriedenheit.

Die Begeisterungsfaktoren sind nun besonders wichtig für die Abgrenzung zu Konkurrenzangeboten, da diese die Kunden begeistern können und somit als wichtiger Qualitätsvorteil erscheinen. Beim Beispiel der Bäckerei könnte ein Begeisterungsfaktor sein, dass der Bäcker dem langjährigen Kunden ein Spezialbrot kreiert, das dessen Vorlieben genau trifft. Dies ist für den Kunden unerwartet und führt zur Begeisterung des Kunden für diese Bäckerei. Bei Abwesenheit von Begeisterungsfaktoren kommt keine Unzufriedenheit auf, es geht allerdings ein wichtiges Argument zur Begründung des Qualitätsvorteils verloren.

 

Begeistern Sie!

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Ob an Weihnachten oder unter dem Jahr. Es lohnt sich, neben der sorgfältigen Analyse und kontinuierlichen Verbesserung der Basis- und Leistungsfaktoren auch immer wieder in Begeisterungsfaktoren zu investieren. Dies erfordert Kreativität und Individualität, kann aber den entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellen. Denn um ein Produkt oder Dienstleistung zur Zufriedenheit der Kunden zu gestalten, gilt die folgende Handlungsmaxime: Basisfaktoren müssen vorhanden sein und den Erwartungen der Kunden entsprechen, Leistungsfaktoren müssen vorhanden sein, den Erwartungen der Kunden sowie den Leistungsfaktoren von Konkurrenzangeboten mindestens entsprechen. Begeisterungsfaktoren schließlich sollen das eigene Angebot positiv von dem Angebot der Konkurrenz differenzieren. Wichtig ist hierbei: es braucht gar nicht unbedingt etwas Grosses oder Materielles zu sein. Oftmals sind es die kleinen Aufmerksamkeiten, die gerade in der heutigen Zeit immer weniger selbstverständlich sind und dadurch begeistern.

 

Franziska Steiner, Organisationsberaterin

 

 

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Motivation - eine Sache der Einstellung?

Was braucht es, um motivierte Mitarbeitenden zu haben? Eine Frage, die sich wohl jede Führungskraft immer wieder stellt. Gibt es darauf eine klare, eindeutige Antwort? Leider nein, im Gegenteil, denn wie es so ist bei Themen, die viele Menschen beschäftigen, gibt es fast genauso viele Theorien wie es auch Meinungen dazu gibt. Auch wir können hier nicht eine patentierte Lösung anbieten, zudem das Thema Motivation je nach Situation und betroffenen Personen unterschiedlich angegangen werden muss. Wir möchten aber hier einen Ansatz vorstellen, der zugegeben nicht mehr der Neuste ist, sich aber bewährt hat. Die Geschichte fängt auf einem Fischmarkt an, wo die Mitarbeiter durch ihre Begeisterung und ihr Engagement bei einem Beruf überzeugen, der allgemeinhin nicht als Traumberuf bekannt ist. Die Menschen, die dort arbeiten, scheinen wirklich Spass zu haben, zählen die Arbeitsstunden nicht, sondern sind im Gegenteil sogar bereit, einen Mehraufwand zu leisten, nur um die Kunden zufrieden zu stellen. Dieses Phänomen hat den Autor John Christensen dazu gebracht nach den Hintergründen dieser guten Arbeitsmoral zu forschen. Nach Beobachtungen und Befragungen der Mitarbeitenden wie auch Kunden hat er fünf zentrale Aspekte der Motivation herausgearbeitet, die er in seiner FISH-Theorie zusammengefasst hat:


1. Wähle deine Einstellung

Die Mitarbeiter des Fischmarktes haben erkannt, dass sie an der Arbeit, die sie ausführen müssen, kaum was ändern können, wohl aber an der Einstellung, mit welcher sie jeden Tag an ihre Arbeit gehen und das gilt für alle von uns. Wir können alle am Morgen entscheiden, ob wir mit einem Lächeln oder einem „Lätsch“ an die Arbeit gehen. “Love it, leave it or change it.” bringt es auf den Punkt. Auch die langweiligste Arbeit wird erträglich, wenn man sie als Herausforderung ansieht und ständig auf der Suche nach neuen Erfahrungen ist. Viele mögen jetzt einwenden, dass dies einfacher gesagt als getan ist, das stimmt, aber ein Versuch ist es wert.

 

smileys

 

2. Sei präsent

Oftmals machen wir die Dinge nebenbei, weil wir, wenn wir das Eine machen schon an das Andere denken. Gerade in der persönlichen Interaktion kann das sehr unangenehm sein. Ich muss mich da selbst an der Nase nehmen. Bevor ich mich vertieft mit diesem Thema befasst habe, passierte es mir des Öfteren, dass ich mit jemandem gesprochen habe und gleichzeitig noch ein Mail fertig schrieb. Mit dem Resultat, dass ich weder das Mail richtig schrieb noch richtig verstanden habe, was mein Gegenüber mir sagen wollte. Wenn wir uns voll und ganz auf unseren Gesprächspartner und den Augenblick konzentrieren, werden wir erkennen, was für ein Potenzial sich uns dadurch auftut. Es liegt ganz in unserer eigenen Verantwortung, die eigenen Gedanken nur auf unser Gegenüber und das aktuelle Thema zu begrenzen und nicht abzuschweifen. Der wichtigste Punkt in einem Gespräch ist die Aufmerksamkeit, die wir unserem Gegenüber entgegenbringen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei im genauen Zuhören, damit uns kein Detail entgeht. Die Dinge, die wir mit halbem Herzen tun, erschöpfen uns am meisten, machen müde und sorgen langfristig für Unzufriedenheit und Demotivation.

 

3. Hab Spass bei der Arbeit

Die Mitarbeitenden auf dem Fischmarkt haben eindeutig Spass bei ihrer Arbeit - aber was hat denn Spass mit Arbeit zu tun, werden sich Viele fragen. Spass bei der Arbeit zu haben, bedeutet nicht nachlässig zu sein oder gar unseriös zu arbeiten, vielmehr heisst Spass zu haben, sich kleine Auszeiten zu nehmen, Inseln der Kreativität zu schaffen um Neues zu entdecken und Innovationen zu fördern. Indem wir den Mut haben auch mal etwas auszuprobieren eröffnen wir uns neue Horizonte. Ziel ist es, den eigenen Arbeitsplatz zu einem Ort zu machen, an dem man sich gerne aufhält. Vielleicht ist der Gestaltungsspielraum anfangs nur klein, aber schon eigene Bilder oder eine schöne Pflanze können einen ersten Schritt zur Veränderung sein.

 

4. Erzeuge Begeisterungkleines Geschenk

Andere zu beschenken macht oft mehr Freude als selbst beschenkt zu werden. Für Kunden oder für Kollegen etwas Besonderes zu tun, erfordert keinen grossen Aufwand. Eine nette Geste oder ein kleines Präsent erzielen oft grosse Wirkung. Ehrliche Wertschätzung weckt Freude und wird oft dankend entgegnet. Reich ist nicht der, der viel hat, sondern der, der viel gibt. Die Menschen auf dem Fischmarkt erzeugen Begeisterung und schöpfen daraus, die Kraft und Motivation ihre Arbeit weiterhin mit demselben Engagement auszuführen. Was gibt es den Schöneres als zu erkennen, dass man einen Kunden mit seiner Arbeit glücklich gemacht hat?

Versuchen sie gleich morgen etwas von dem oben genannten umzusetzen. Sei es einem lieben Kollegen eine kleine Aufmerksamkeit zu schenken, ihren Arbeitsplatz mit einer schönen Fotografie zu dekorieren oder sich einfach nach dem Aufstehen ein grosses Lächeln im Spiegel zu schenken. Sie werden sehen, es wird seine Früchte tragen!

 

Caroline Christen, Organisationsberaterin

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Ballast abwerfen

Physischer Ballast,...

Unsere Quartierzeitung widmete sich in ihrer letzten Ausgabe dem Thema „Überfluss“. Heute sammeln wir so viel an, dass wir den Blick auf das Essentielle verlieren. Diesen Sommer waren wir mit der Familie 10 Wochen im Wohnmobil unterwegs. Da wir in dieser Zeit unsere Wohnung untervermietet hatten, waren wir gezwungen unsere Habseligkeiten in Kisten zu verpacken. Dies war aber auch die Gelegenheit,

endlich einmal überflüssige Ware zu entsorgen. In den 10 Wochen, in welchen wir unterwegs waren, hat es uns an nichts gefehlt, obwohl wir nur mit einem Bruchteil unserer normalen Alltagsgüter unterwegs waren. Dies hat mich dazu gebracht, nach der Rückkehr noch einmal etliche Sachen wegzugeben und so Platz wie auch Übersicht zu schaffen.

 

 ...psychischer Ballast,...

Wir tragen aber nicht nur materiellen Ballast mit uns herum, sondern auch seelisch häufen wir Einiges an. Bloss ist letzteres weniger sichtbar und uns ist daher oft auch nicht bewusst, was wir alles an nicht fertig gedachten Gedanken, Erinnerungen und Projektionen mit uns herumschleppen. Diese sind an sich nicht schädlich, trotzdem beschäftigen sie uns so sehr, dass sie unseren Blick für das wirklich Wichtige trüben können. Wir beschäftigen uns mit der Vergangenheit und der Zukunft, indem wir Altes behalten, weil wir es vielleicht noch einmal brauchen können und Neues anschaffen, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. Dadurch verpassen wir es aber, den aktuellen Moment zu leben. Nicht alles Alte und Neue ist schlecht, es formt auch unsere Persönlichkeit. Trotzdem ist es wichtig zu identifizieren, welche Gedanken, Erinnerungen und Projektionen konstruktiv sind und welche sich als destruktiv erweisen können. Ein professioneller Coach kann bei dieser Identifikation unterstützend beistehen. Ein Coaching erlaubt es, in einem neutralen Rahmen eine Auslegeordnung zu machen und seinen Ballast abzuwerfen, ohne das Gefühl zu haben, sich rechtfertigen zu müssen. Der Coach hört zu, fragt nach, gibt Anstösse zur Selbstreflexion und hält hilfreiche Tipps bereit.

 

...und ein Weg zu „entballasten“.

Den Lesern dieses Blogs möchte ich zum Schluss einen dieser Tipps mit auf den Weg geben: „Wenn Sie etwas beschäftigt, dann schreiben Sie es auf, das ist die beste Möglichkeit Ihr Gehirn davon zu befreien, ohne dass etwas Wichtiges verloren geht. Besorgen Sie sich ein schönes kleines Notizbüchlein und schreiben Sie alles auf, was Ihnen durch den Kopf geht und Sie werden sehen, dass Sie leichter und unbelasteter durchs Leben gehen.“

Caroline Christen, Organisationsberaterin

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