Sinn des Lebens - dank Kleinigkeiten
Scritto da Urs Tschanz Giovedì 24 Giugno 2010 14:29
Diese Woche wurde ich 49 Jahre alt, ich gehe nun im fünfzigsten Lebensjahr. Bald ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel zu haben ist Grund genug, sich mal mit dem Sinn des Lebens auseinander zu setzen.
Sinn des Lebens...Hmmm... ein grosses Wort. Wenn ich mich jetzt hier oute, mache ich mich dann nicht verletzlich? Was macht für mich den Sinn des Lebens aus? Eines ist für mich klar. Es sind immer mehr die kleinen Dinge, die ich schätzen lerne und für dich ich gerne jeden Morgen aufstehe. Immer mehr sind es auch nicht materielle Dinge, die ich als wertvoll erlebe, vor allem die Zeit. Damit meine ich, Zeit für Menschen zu haben, die mir am Herzen liegen, für meine Kinder, meine Frau, meine Familie aber auch für meine Mitarbeitende oder für gute Geschäftskollegen. Ich nehme mir ab und zu auch die Zeit, eine schöne Landschaft zu betrachten oder wie gestern, mit dem Motorrad auf dem Heimweg noch einen kleinen Umweg durch die Hügel des Krauchtals zu fahren. Manchmal nehme ich mir im Bahnhof noch eine Viertelstunde Zeit für einen Kaffee, um dort die Leute zu beobachten anstatt pausenlos von Zug zu Zug zu hetzen. Ab und zu, ich gestehe es, nehme ich mir am Mittag Zeit für ein kleines Nickerchen. Damit alles klar ist: Auf dem harten Boden im Büro, nur ab und zu und nie länger als eine Viertelstunde. Aber immerhin, dieses Verhalten hätte ich mir vor zehn Jahren nicht vorstellen können.
Sind dies nun normale Verhaltensweisen eines älteren Herrn oder bin ich vernünftig geworden? Ich weiss nur, dass mir das Leben immer mehr auch dank diesen Kleinigkeiten Spass und für mich Sinn macht.