Was geht - wenn nichts mehr geht!
Écrit par Gabriela von Arx Jeudi, 12 Août 2010 07:48
Im Arbeitsalltag mache ich immer wieder die Erfahrung wie wertvoll es ist, wenn ich mich austauschen kann und Inputs kriege. Es kommt tatsächlich mal vor, dass ich in meinen Gedanken gefangen oder blockiert bin und vielleicht keine weitere Lösung mehr finde für ein Problem. Vielleicht bleibe ich gedanklich an einer herausfordernden Situation hängen und sie beschäftigt mich, weil ich diese trotz Selbstreflexion nicht befriedigend abwickeln kann.
Wie oft denken wir, dass wir etwas selber lösen müssen, wir bringen den Mut nicht auf, um Hilfe zu bitten oder wagen nicht, mitzuteilen, dass wir festsitzen. Ist es der Stolz, die Angst nicht zu genügen, die fehlende Zeit, die Idee andere zu versäumen? Manchmal ist es einfach ein blinder Fleck oder fehlendes Wissen, das uns bremst. Vielleicht benötigen wir selber immens Zeit und Aufwand, kreisen darin und kämen in nützlicher Zeit viel kreativer voran, wenn wir auf unkomplizierte Art Arbeitskollegen beiziehen.
Ich stelle interessante Veränderungen und Dankbarkeit bei Führungspersonen in Trainingskursen, Intervisionen oder Einzelcoachings fest, wenn sie konstruktive und wertschätzende Beratung durch ihre Kollegen erhalten. Ein Aussenblick, Inputs wie andere diese Situation interpretieren oder Ideen, was sie in ihrer Funktion diesbezüglich schon ausprobiert und welche Erfahrungen sie gemacht haben, ermöglichen neue Handlungskompetenzen zu erlangen.
Der Austausch in einer Kleingruppe mit Personen in ähnlicher Funktion oder auch im gleichen Projekt kann hilfreich sein, um zu reflektieren, neue Ideen zu generieren, das eigene Wissen und praktische Aspekte zu erweitern, neue Möglichkeiten aufzuzeigen. Um im Gespräch gezielt und konkret vorzugehen, sich nicht zu verlieren oder völlig vom roten Faden abzukommen, gibt es nützliche Tools. Ein klar strukturierter Ablauf sowie gegebene Rahmenbedingungen und Vorgehensweisen können dazu eingesetzt werden.
Ich arbeite in den Trainings oder Intervisionen sehr gerne mit dem Instrument des Erfahrungsaustauschs. Dadurch gelingt es den Betroffenen oder Fragestellenden ihren Aktionsradius zu vergrössern.
Wann haben Sie das letzte Mal in Ihrer Funktion eine solche Möglichkeit in Erwägung gezogen? Wäre es jetzt der Moment dazu? Viel Mut und gutes Gelingen beim Einsetzten dieses Tools der kollegialen Beratung.
Zur Anwendung des Instruments: Schmidt, Thomas (2006).Kommunikationstraining erfolgreich leiten. managerSeminare, 2006.