Wie Sie durch „Pacing“ eine positive Arbeitsbeziehung aufbauen können.

Écrit par DIACOVA admin Mercredi, 29 Mai 2013 13:45

Oft kann man beobachten, ob sich zwei Menschen gut verstehen oder ob eine negative Spannung vorherrscht. Ohne dass man hört, was und wie miteinander gesprochen wird, kann allein die Körpersprache der Gesprächspartner darüber Aufschluss geben, wie die Stimmungslage ist. Zahlreiche Untersuchungen konnten belegen, dass sich Menschen, die sich sympathisch sind, unbewusst einander angleichen, beispielsweise durch eine ähnliche Körperhaltung, Sprech- oder Verhaltensweise. Auch umgekehrt funktioniert dieses Prinzip: Menschen, die uns ähnlich sind, sind uns von Beginn an sympathischer.


Sympathie und Gemeinsamkeiten stehen in einer Wechselwirkung zueinander!


Dieser Effekt lässt sich gezielt nutzen, um den Aufbau von positiven Beziehungen am Arbeitsplatz zu unterstützen. Durch das „Pacing" - übersetzt „mit dem anderen Schritt halten" - können Sie die Verhaltensweisen Ihres Gegenübers spiegeln und eine positive Grundstimmung erzeugen. Wenn Ihr Gesprächspartner beispielsweise die Sitzhaltung ändert und sich zurücklehnt, begeben Sie sich mit etwas Verzögerung in eine ähnliche Sitzposition. So sind Sie körpersprachlich im Einklang. Wichtig ist dabei, dass das Anpassen der Körpersprache unauffällig erfolgt und nicht in ein übertriebenes Nachahmen ausartet. Nebst der Körpersprache kann man auch die Stimme und den Sprachstil „pacen". Voraussetzungen für ein erfolgreiches Pacing liegen hauptsächlich in der Fähigkeit, sich an andere Menschen sensibel anpassen zu können und in einer guten Wahrnehmungsfähigkeit.

Zum Abschluss noch ein Tipp: Versuchen Sie zu Beginn nicht alle Merkmale gleichzeitig zu spiegeln. Konzentrieren Sie sich zunächst nur auf einen Aspekt, beispielsweise die Körpersprache. Durch regelmässiges Üben wird es Ihnen leichter fallen, mehrere Merkmale auf einmal zu pacen.

 

Nadine Schneider

 

 

Stärk, J. (2008). Überzeugend auftreten. Berlin: Cornelsen Verlag

 

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